Zum Artikel aus dem Waterboelles vom 11. September 2013

Meinecke rechnet mit erneuter Kandidatur von Wilding 2015 

 So klammert sich der Schiffer endlich noch am Felsen fest, an dem er scheitern sollte. (Goethe) 
Es hat den Anschein, dass der SPD mittlerweile alle Mittel Recht sind, um auf Stimmenfang zu gehen. Ich fühle mich als Wähler betrogen, wenn plötzlich 100.000 € kein Problem darstellen, um die Chance einer Wiederwahl zu erhöhen. Auch stört es mein demokratisches Verständnis, dass sich ein Landtagsabgeordneter über eine kritische Berichterstattung, die einem Bundestagskandidaten einer Partei schaden könnte, empört. Ich bin davon überzeugt: Frau Oberbürgermeisterin wird das Projekt zum Ende bringen – und das schon vor der nächsten Wahl.

#1.2 Bettina Stamm am 11.09.2013 19:22

 

Zum Artikel aus dem Waterboelles vom 28. August 2013


Unternehmer auf Besichtigungstour im DOC in Roermond

Laut IHK sollen Unternehmer/Innnen in Roermond sehen, wie die Innenstadt und Unternehmen dort „vom DOC profitieren.“ Aber Lennep ist mit Roermond nicht zu vergleichen. Jeder, der Lennep kennt, kann das schon am Marktplatz von Roermond an der Pracht der Bauten, der Größe des Rathauses und der Größe der Christophorus-Kirche sehen. Roermond hat 50.000 Einwohner, Lennep als in Remscheid deutlich isoliert liegender Stadtteil 24.000. Jeder möge in Google-earth einen maßstabsgetreuen Größenvergleich zwischen Roermond und Lennep anstellen. Eine Straßenkarte zeigt, dass Roermond von der nächsten etwa gleich großen Stadt (Weert) 20 km entfernt ist. Roermond hat also noch den von Lennep längst verlorenen Status einer Kreisstadt, wovon es profitiert. Die DOC-Planung in Lennep ist erst Recht nicht mit dem DOC in Roermond vergleichbar.
Roermonds DOC steht auf einem früheren Kasernengelände. Die an der DOC-Zufahrt sechsspurige N 280 verläuft zwischen Innenstadt und DOC. Die N280 verbindet zwei holländische Autobahnen und mündet kreuzungsfrei in die deutsche A 52. Sie verläuft am äußeren nördlichen Stadtrand Roermonds und ist von benachbarter Wohnbebauung auf der Südseite durch einen zwischen 25 und 55 m breiten Grüngürtel abgegrenzt.
Von der N 280 geht es vierspurig über nur 200 m zum DOC-Parkplatz. Gegenüber beginnt eine ebenfalls vierspurige Straße. Sie führt an der Innenstadt Roermonds vorbei nach Süden. 
Auf dem DOC-Parkplatz in Roermond leitet ein Kreisverkehr zu getrennten Parkplatzabschnitten. Im Norden und Westen grenzt der DOC-Parkplatz an einen Industriestandort mit u. a. Öltanks, Bitumenmischanlage und großen Freiflächen. Roermond hat nichts an Infrastruktur (Stadion, Schule) und keine Parkflächen (Jahn-, Kirmesplatz) an das DOC verloren.
In Roermond liegt vor dem Ausgang des DOC zur Stadt ein von hohen Gebäuden umgebener Platz mit u. a. einer Spielbank und einem Kinokomplex. Von diesem Platz aus geht es unter der N 280 hindurch zur Innenstadt. 
Die Schilderung zeigt, dass Roermonds Innenstadt durch die DOC-Gebäude, eine sechsspurige Straße und Hochhäuser von den DOC-Verkehrsflüssen abgeschirmt wird. Jeder möge die für Lenneps Anwohner zu erwartenden viel schlechteren DOC-Bedingungen mit denen in Roermond vergleichen. Jeder möge die N280 mit der Ringstr. und der Autobahnanbindung Lenneps vergleichen. Verglichen werden sollte auch, welche Vorleistungen Roermond für die Errichtung seines DOC erbracht hat und welche in Lennep gefordert werden. Bei ausreichender Objektivität ist feststellbar, der Vergleich Lennep – Roermond taugt nichts.

#1 Klaus Runge am 28.08.2013 13:12 (Antwort)

 

Herr Kirchner, Sie haben kein Verkehrschaos erlebt, weil die Voraussetzungen in Roermond eben andere sind. Herr Runge hat in seinen Ausführungen doch klar beschrieben, wo die Unterschiede liegen. Roermond und Lennep sind aufgrund der Lage nicht vergleichbar.

#1.1.1 Christoph Bielitza am 30.08.2013 12:15 (Antwort


Herr Kirchner, dass das DOC in Roermond gut gelungen ist und die Stadt davon profitiert, bezweifeln auch die DOC-Gegner von Lennep nicht – aber diese Tatsache steht ja auch nicht zur Diskussion.
Gedanken machen sollten wir uns über die völlig anderen Voraussetzungen, die in Lennep anzutreffen sind: Statt ehemaligem Kasernengelände Abriss einer extrem beliebten und mit viel öffentlichen Fördergeldern frisch renovierten Grundschule und einem stark genutzten Sportstadion, die extreme Nähe zu Wohnbebauung mit der Betroffenheit enorm vieler Anwohner, das Nichtvorhandensein mehrspuriger Zufahrtsstraßen, der Wegfall von ca. 200 altstadtnahen, öffentlichen und kostenfreien Parkplätzen und die unmittelbare Nähe zu einer einmaligen historischen Altstadt.
Ein reibungsloser und konfliktfreier Verkehrsfluss, wie er in Roermond realisiert werden konnte, kann aufgrund der baulichen Gegebenheiten Lenneps niemals umgesetzt werden – was auch der Verkehrsgutachter Dr. Weiser im Forum Hackenberg am 18. Juli durch seine Ausführungen nicht widerlegen konnte.

#1.1.2 Heike Koch-Eschweiler am 30.08.2013 21:47 (Antwort)

 

Mit Halbwahrheiten bzw. Weglassen von wichtigen Randbedingungen wird man die Kritiker eines DOC Projektes schon gar nicht überzeugen können, sondern im Gegenteil nur noch mehr Misstrauen sähen. Den tw. euphorischen Resümees der „IHK-Erlebnis-Tour“ zum DOC nach Roermond sei klarstellend für die Bewohner Remscheids ergänzt:
Roermond ist nicht gleich Lennep! Auch den IHK-Ausflüglern wird es nicht entgangen sein, dass die An- u. Abfahrtwege zum DOC Roermond 4spurig verlaufen und in einem Ring um die Innenstadt geführt werden. Dies ist in Lennep nicht der Fall und wird es auch nie sein, es sei denn das Land NRW greift dem maroden Remscheider Stadthaushalt mit Millionen schweren Subventionen zwecks Staßenausbau unter die Arme. Die An- u.Zufahrtwege (Ringstr. /Trecknase) zum geplanten DOC in Lennep sind aus heutiger Sicht über mehrere Kilometer lediglich 2spurig geführt und unterbrochen von mehreren Kreuzungsbereichen. Hinzu kommt die Sperrung der Wupperstr. als eine Hauptverkehrsader in Lennep. Das sind die Fakten, die letztendlich bei der Bewertung zählen müssen. Die Folgen werden dauerhafte, kilometerlangen Staus in Lennep bis hin zu den beiden BAB-Abfahrten an der A1 sowie auch in den Nebenstraßen sein und bedeuten somit eine nachhaltige, dauerhafte Schädigung des Klimas in ganz Remscheid. Erschreckend in diesem Zusammenhang, dass sich bezgl. dieses Szenarios bisher „nur“ die W.I.R und die Linken im Rat der Stadt erkennbar engagieren. Auch die so genannte „Klimaschutzpartei“ duckt sich hierbei weg. Kein Wunder in diesem Zusammenhang, dass eine Folie zu Auswirkungen auf „Mensch u. Umwelt“ in der Infoveranstaltung am 18.07.13, Forum Hackenberg den interessierten Bürger-/innen vorenthalten wurde. Recherchiert zu diesem Thema haben bisher auch nur die beiden vorab angeführten Parteien.
Auch der hehre Wunsch eines IHK-Mitreisenden mit der Zielgruppe „schnäppchenjagende Shoppingtouristen“ nach stundenlanger Shoppingtour inkl. Stauanfahrt den Theatersaal in Lennep zu füllen, erscheint in diesem Zusammenhang etwas verklärt und würde ich in den Bereich zwischen Zweckoptimismus und Realitätsfremde ansiedeln wollen.
Vor diesem Hintergrund von „einer letzten Chance Lenneps“ zu sprechen zeugt von Klientelpolitik sowie Verantwortungslosigkeit gegenüber der Klimasituation und allen hier lebenden Bürger-/innen .

#1.1.4 Michael Heimlich am 09.09.2013 09:44 (Antwort)